Das Stiftsgebäude Larslejsstræde 7

Im Stift haben heute die 0.-2. Klasse und die SFO der Sankt Petri Schule ihre Heimat

38 Einzimmerwohnungen gab es im jetzigen Stiftsgebäude in der Larslejsstræde 7, 1899 erbaut und ermöglicht durch die Thymes und Pelt Stiftung. Bewohnt wurden sie bis Ende der 1980ziger Jahre größtenteils von Frauen, die das Schicksal auf irgend eine Weise nach Kopenhagen verschlagen hatte, die aber innerlich in Deutschland, Siebenbürgen, Schlesien,eller Österreich verwurzelt blieben.

Darüber hinaus beherbergte das Gebäude noch den Hausmeister der Sankt Petri Schule und zeitweiligen Kirchendiener, Harald May, davor dessen Vater und Studenten, die zu Sankt Petri oder zur deutschen Minderheit eine Beziehung hatten.

Die vom Kirchenrat entsandten Stiftsvorsteherinnnen, u. a. Gisela Ekner und Margot Zirpel , verstand ihre Aufgabe durchaus auch als eine diakonische, aber es war nur eine Frage der Zeit, bis es die echten Stiftsdamen nicht mehr geben würde. Einzimmerwohnungen, geteilte Toilette auf dem Flur, Gemeinschaftsbad im Keller, der rückwärtige Garten als Schulhof genutzt, das war alles nicht mehr zeitgemäß, und die Gemeinde hatte überhaupt keine finanziellen Möglichkeiten, etwas Grundlegendes zu ändern.

Gleichzeitig platzte die Schule aus allen Nähten, das Tvind Gesetz machte es der Gemeinde bei fortgesetztem Stiftsbesitz unmöglich, Vertreter der Gemeinde in die Schulkommission zu entsenden, und so wurde das Stiftsgebäude 1997 an die Schule verkauft.

Nur noch wenige Dienstwohnungen im Stift, u.a. die des Kirchenmusikers, erinnern daran, dass die heutigen Klassezimmer, SFO Räume etc. einmal das Zuhause von Menschen waren, die in Sankt Petri ihre zweite Heimat fanden.

Claudia Hoffmann Dose

Gedenktafel

Gedenktafel am Eingang des Stifts

Eingemauert über dem Eingang zum Stiftsgebäude (siehe rechtes Bild) in der Larslejsstræde 7 befindet sich diese Gedenktafel, die vom einen älteren Stiftsgebäude stammt, in dem pflegebedürftige und arme Gemeindemitglieder lebten.

Fromme Vorfahren gründeten in den Jahren 1737 und 1780
Diese wohlthätigen Stiftungen welche im Jahre 1807 durch eine von feindlichem Geschütz erregte Feuerbrunst völlig verheert wurden sich jedoch im Jahre 1816 durch Gottes Seegen, die Gnade Ihrer Königlichen Majestäten und die milde Beisteuer edler Menschenfreunde wieder aus ihrer Asche erhuben.
Möge von nun an ihr dadurch eine glückliche Fortdauer gesichert werden!
Graf v. Schimmelmann Patron
Momsen. Ponsaing, Aeltesten
Schultz, Christensen, Launy. Curatoren
Korfitsen, Böttger. Vorsteher