Unsere jetzigen vier Glocken wurden 1731 von John Bart Hold Holtzman gegossen, nachdem die vorherigen in dem Kopenhagener Stadtbrand von 1728 zerstört worden sind.

Die Glocken der Sankt Petri

Geschichte und Innschrift

Im April 1630 baten die Pastoren, Kirchenältesten und Vorsteher der Sankt Petri Kirche den damaligen König Christian IV. darum, Glocken im Turm aufhängen zu dürfen. Christian IV. ermöglichte durch seine Erlaubnis und eine Spende in Form von Metall die Anschaffung zweier Glocken. 1646 kam noch eine dritte hinzu und 1648 schenkte Friedrich III. gleich nach seinem Regierungsantritt der Kirche zum Guss ihrer vierten und größten Glocke 20 Schiffspfund Metall. Beim Kopenhagener Brand 1728 wurden das Innere der Kirche und somit auch die vier Glocken zerstört. Doch aus dem geschmolzenen Metall der alten Glocken wurden 1731 von John Bart Hold Holtzman vier neue gegossen, welche die Menschen bis heute in den Gottesdienst einladen.

Die größte Glocke, welche 2721 kg schwer ist, trägt folgende Inschrift:

„Diese Glocke benebenst drey andere ist aus der Kirchen eigene Mitteln gegossen Unter Regierung des Glorwürdigen Königes Christian des Sechsten, Damaligen Kirchen Patron, Ihro Hoch Gräffliche Excellence u. Gross Cantzler Hr. Ulrich Adolph v. Hollstein. Herren Eltesten Joh. Ludwig Clare, Christopher Fried. Wriesberg. Herren Curatoren Dieterich Barthold Beckmann, Peter Nissen. Herren Vorsteher Gerhard Wilhelm Heman. Peter Kellinghusen.“

Auf den drei kleineren Glocken, welche 1066, 1320 und 1930 kg wiegen, sind folgende Inschriften angebracht:

„So oft ihr meinen Schall hört klingen, so lasst das Herz dem Herren singen.“

Glocke A

„Wann ich muss zur Trauer läuten, denket an die letzten Zeiten.“

Glocke B

„Als durch des Höchsten Feuer, Metall und Erz geflossen, Bin ich am dritten Jahr nach solchem Brandt gegossen. Ich soll zum Gottes Dienst die lieben Teutschen laden – Gott decke Kirch und Thurm für Feuer, Blitz und Schaden.

Glocke C

(Quellen: Louis Bobé: „Die Deutsche St. Petri Gemeinde zu Kopenhagen – Ihre Kirche, Schulen und Stiftungen“, Kopenhagen 1925; Jan Steenberg: „Danmarks Kirker – Kopenhagen, Band 1“ herausgegeben vom Nationalmuseum)